Leberentzündung Symptome, Ursachen, Diagnose und Therapie

Leberentzündung (Hepatitis) Symptome, Ursachen, Diagnose und Therapie

Eine Leberentzündung bzw. Hepatitis ist eine schwerwiegende Erkrankung, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Die Leberentzündung Ursachen können sehr vielfältig sein. Viren, Gifte, Medikamente und Autoimmunerkrankungen sind potenzielle Auslöser einer Leberentzündung.

Die ersten Symptome einer Leberentzündung sind andauernde Müdigkeit, Fieber sowie Übelkeit und Erbrechen. In späteren Stadien kommt es zu Leberdruckschmerzen und Juckreiz.

Der Stuhl verliert an Farbe und auch eine Gelbsucht kann ein mögliches Alarmsignal sein.

Heilt eine akute Hepatitis noch relativ unkompliziert aus, birgt eine chronische Hepatitis Erkrankung die Gefahr von Leberzirrhose und Leberkrebs.

Durch Ansteckung übertragbare Hepatitis (Leberentzündung) Formen

Hepatitis A

Eine Infektion mit Hepatitis A wird hauptsächlich fäkal oder oral durch Kontakt- oder Schmierinfektionen übertragen. Zu einem Drittel sind die schlechten hygienischen Verhältnisse in manchen Reiseländern für eine Erkrankung verantwortlich.

Hepatitis B

Blut, Speichel, Urin, Sperma, Tränen, Muttermilch aber auch Gehirnflüssigkeit (Liquor) und Magensaft können das Virus für den B-Typ übertragen. Da bereits geringe Mengen von Blut für eine Ansteckung ausreichen, kann ein harmloser Nadelstich mit einem Risiko von 30 % eine Infektion nach sich ziehen.

Eine aktuelle klinische Studie an der Leipziger Universitätsmedizin befasst sich mit der chronischen Hepatitis-B-Erkrankung.

Hepatitis C

Die Viren dieses Typs sind in fast allen Körperflüssigkeiten zu finden, werden jedoch hauptsächlich durch Blut übertragen. Ursachen für eine Hepatitis C sind oftmals unzureichend gereinigte Bestecke beim Drogenkonsum, Piercing oder Tätowieren.

Die Dunkelziffer bei den möglichen Übertragungsquellen liegt sehr hoch. Bei ca. 30 % der an einer chronischen Hepatitis C Erkrankten können die Ursachen für die Leberentzündung nicht zweifelsfrei ermittelt werden.

Hepatitis D

Hepatitis D wird durch Blut oder Sperma übertragen und kommt nur bei einer zeitgleichen Infektion mit Hepatitis B zum Ausbruch.

Hepatitis E

Hepatitis E ist in unseren Regionen nicht sehr verbreitet. Eine Übertragung findet in der Regel über das Trinkwasser und die Nahrung statt und nur in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch. Hepatitis E ist vornehmlich in Asien und Afrika verbreitet.

Die Leberentzündung Symptome

Die ersten Leberentzündung Symptome sind leicht mit einem grippalen Infekt zu verwechseln. In vielen Fällen kommt es daher zunächst zu einer Fehldiagnose.

Aufschluss über eine mögliche Erkrankung der Leber gibt eine Untersuchung der Leberwerte.

Bei einigen Patienten bleibt eine Hepatitis bis zu einer Routinekontrolle gänzlich unentdeckt, da sie gar keine Leberentzündung Symptome zeigen. Oft, aber nicht immer, wird eine Hepatitis durch eine Gelbsucht begleitet.

Bei einer akuten Hepatitis unterscheidet man drei Phasen – die Frühphase, die Gelbsucht-Phase und die Erholungsphase. Die Frühphase wird durch unspezifischen Leberentzündung Symptome begleitet.

Dies können Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Muskel- oder Gelenkschmerzen sein. Alles Begleiterscheinungen, die auch mit einem beginnenden grippalen Infekt einhergehen. Viele Patienten sprechen auch von einem veränderten Geschmacks- und Geruchssinn.

Die Gelbsucht-Phase tritt ca. zwei bis acht Wochen später ein. Neben der typischen gelben Verfärbung von Augen und Haut kommt es vermehrt zu Juckreiz und einem farblosen Stuhl.

In der Erholungsphase zeigt sich ein Abfall der Leistungsfähigkeit mit einhergehender Müdigkeit und Schwäche. Diese Phase kann mehrere Wochen bis Monate andauern.

Bei der chronischen Hepatitis gibt es ganz ähnliche Leberentzündung Symptome. Hinzu kommt meist ein leichter Druckschmerz im Oberbauch. Auch Gelenkschmerzen und Durchfall sind Zeichen für eine chronische Erkrankung der Leber.

Bei Frauen kann es zum Ausfall der Menstruation kommen. Bei Männern führt eine chronische Hepatitis oft zu einer Verkleinerung der Hoden, während sich die Brustdrüsen vergrößern.

Leberentzündung – Ursachen der Hepatitis

Für eine akute Hepatitis ist meist eine Infektion mit Viren oder toxischen Stoffen verantwortlich. Weit verbreitet ist eine Schädigung der Leber durch einen erhöhten Alkoholkonsum.

Man unterscheidet zwischen einer alkoholischen und einer nicht-alkoholischen Fettleber. In beiden Fällen wird zu viel Fett in den Leberzellen eingelagert. Steigt die Zahl der belasteten Zellen auf über 50 %, so spricht man von einer sogenannten Fettleber.

Eine toxische Hepatitis kann durch Alkoholmissbrauch, Adipositas (Fettleibigkeit) oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ausgelöst werden.

Darüber hinaus gibt es einige Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol oder Gifte, wie das des Knollenblätterpilzes, die eine Hepatitis begünstigen können.

Im Anfangsstadium kann man mit einer Änderung der Lebensgewohnheiten eine vollständige Regeneration der Leber herbeiführen.

Schränkt man aber den Alkoholkonsum zum Beispiel nicht radikal ein, kann dies eine Leberzirrhose zur Folge haben. Die hier geschädigten Leberzellen sind irreversibel zerstört.

Die chronische Leberentzündung ist das Resultat einer Infektion mit Hepatitis B, C oder D oder durch Alkohol oder Medikamente verursacht.

Auch in Folge einer Autoimmunerkrankung oder angeborener Stoffwechselerkrankungen kann es zu einer chronischen Hepatitis kommen.

Weitere Leberentzündung Ursachen können in einer Entzündung der Gallenwege liegen. Bei einigen Betroffenen lassen sich die Ursachen für die Leberentzündung nicht ermitteln.

Die Leberentzündungs-Diagnose

In einer ersten Untersuchung wird der Arzt zunächst durch gezielte Fragen zur Anamnese die Verdachtsmomente zu ergründen versuchen.

Neben den Fragen, die sich aus den möglichen Ursachen einer Leberentzündung ergeben, können auch starke Gewichtsschwankungen oder eine gesteigerte Neigung zu Blutungen Hinweise auf eine mögliche Erkrankung sein.

Deuten die Leberentzündung Symptome auf eine mögliche Erkrankung hin, wird der Mediziner eine Bestimmung der Leberwerte durchführen.

Weichen GOT und GPT stark von den durchschnittlichen Werten ab, ist dies ein Indiz für eine Leberfunktionsstörung. In einer Blutuntersuchung werden mögliche Antikörper nachgewiesen. Mit ihrer Hilfe kann man feststellen, wie weit die Leberentzündung bereits fortgeschritten ist.

Weitere Untersuchungsmöglichkeiten sind eine Ultraschalluntersuchung oder auch eine Gewebeentnahme. Mit einer Sonografie kann der Arzt die Lebergröße und deren Struktur erkennen.

Eine gesicherte Diagnose erfolgt erst durch eine Biopsie. Sie gibt endgültigen Aufschluss über eine Erkrankung und sofern möglich über die Leberentzündung Ursachen.

Therapien bei Hepatitis

Sofern die Hepatitis auf die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder einer falschen Ernährungsweise zurückzuführen ist, ist eine dringende Umstellung der Gewohnheiten erforderlich. Insbesondere Alkohol und Medikamente sind sofort abzusetzen, um weitere Schäden zu vermeiden.

Bei 50 % der Erkrankungen ist eine zusätzliche medikamentöse Behandlung erforderlich, wobei nicht alle Typen der Hepatitis gleich therapiert werden. In schweren Fällen einer Leberfunktionsstörung ist auch eine Behandlung auf der Intensivstation nicht auszuschließen.

Ist die Leberfunktion bereits so stark eingeschränkt, dass sie ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen kann und eine Regeneration nicht mehr zu erwarten ist, so bleibt als letzte Möglichkeit nur noch eine Lebertransplantation.

Derzeit erhalten in Deutschland ca. 1000 Patienten eine Spenderleber. Der Bedarf liegt allerdings weit aus höher.

Was Sie selbst zu Ihrer Heilung der Leberentzündung beitragen können

Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein. Alkohol ist einer der bekanntesten Stoffe, die unserer Leber zusetzen. Bei einer akuten Erkrankung sollten Sie gänzlich auf den Genuss von Alkohol verzichten.

Auch Medikamente, wie das bereits erwähnte Paracetamol sollten Sie meiden. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt Mittel verschreiben, die leberverträglich sind.

Eine fettarme und vollwertorientierte Ernährung kann eine Therapie ebenfalls positiv unterstützen.

Sollten Sie unter dem Typ B oder C leiden, so ist es unbedingt erforderlich Ihre Familie, und insbesondere Ihre Sexualpartner davon in Kenntnis zu setzen. Es gibt geeignete Impfungen, die eine Ansteckung verhindern.

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