Erhöhte Leberwerte senken, aber wie?

Leberwerte senken

Erhöhte Leberwerte sind ein Anzeichen, dass mit der Leber etwas nicht stimmt.

Auch wenn die Leber in der Regel „still leidet“, sollten Sie dies nicht als harmlos betrachten und unbedingt die Leberwerte senken.

Übersteigen die Anteile der Enzyme GOT, GPT, GGT und AP die normalen Richtwerte im Blut, ist dies ein Hinweis auf eine Erkrankung der Leber. Eine der häufigsten krankhaften Erscheinungen ist die sogenannte Fettleber, unter der mittlerweile ca. 20 bis 30 % der Europäer leiden.

Erhöhte Leberwerte sind ein Alarmsignal, das wir ernst nehmen sollten. Was mit einer Zunahme der Fett einlagernden Leberzellen beginnt, kann bei einer nicht erfolgten Behandlung zu einer dauerhaften Schädigung der Leber und sogar zu Leberkrebs führen.

Wir essen zu süß und zu fett. Die Folge davon ist, dass die Leber die zu viel aufgenommenen Fette und Kohlenhydrate nicht mehr verarbeiten kann und sie stattdessen einlagert. Erhöht sich die Zahl der Fett einlagernden Leberzellen auf über 50 %, so spricht man von einer Fettleber.

Kann man zu Beginn der Erkrankung noch leicht durch eine Ernährungsumstellung eine vollständige Regeneration des Organs bewirken, führt eine unbehandelte Fettleber zu weitreichenden Folgeerkrankungen.

Bei ca. einem Drittel der Fettleber-Patienten entzündet sich das Organ und es kann eine sogenannte Steatohepatitis entstehen. Die Entzündung bewirkt ein vermehrtes Absterben von Leberzellen, was Vernarbungen zur Folge hat. Die zerstörten Leberzellen werden durch Bindegewebe ersetzt, was wiederum zu einer Schrumpfleber (Leberzirrhose) führen kann.

Einmal zerstörte Leberzellen sind nicht wieder herstellbar. Die Schädigung der Leber ist dauerhaft.

Fettleber? Wie wird sie diagnostiziert?

Eine Fettleber äußert sich nicht durch Schmerz oder andere Symptome. Der schleichende Prozess wird von den Betroffenen meist nicht bemerkt.

Erst im fortgeschrittenen Stadium kann es zu vermehrter Müdigkeit, Appetitlosigkeit und einem Abfall der Leistungsfähigkeit kommen. Ein andauerndes Völlegefühl, Übelkeit oder ein Druck im Oberbauch sind Anzeichen dafür, dass sich die Leber vergrößert hat.

Eine Erkrankung der Leber ist zunächst nur durch erhöhte Leberwerte zu diagnostizieren. Daher ist es wichtig, regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. Mittels einer Blutuntersuchung werden die Leberwerte bestimmt.

Durch das Absterben von Leberzellen werden Enzyme freigesetzt, die zu einer Veränderung der Blutwerte führen. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, müssen bei einem Verdacht auf eine Erkrankung weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Dies kann ein Abtasten des Bauchraumes, eine Ultraschalluntersuchung oder eine Gewebeentnahme sein.

Mit einer Biopsie lässt sich zweifelsfrei feststellen, ob eine Verfettung vorliegt. Unter dem Mikroskop sind die Fettpartikel in den Leberzellen meist gut zu erkennen. Neuerdings findet auch die Kernspintomografie zunehmend Anwendung in der Diagnose von Lebererkrankungen.

Leberwerte senken durch frühzeitige Umstellung der Ernährung

Wurde eine Fettleber diagnostiziert, hilft meist eine radikale Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Weniger Fett und Zucker bewirken wahre Wunder.

Resultiert die Fettleber aus einer anderen Erkrankung, wie zum Beispiel Diabetes, so stellen sich die Verbesserungen der Werte bereits durch eine Behandlung der verursachenden Erkrankung ein.

In allen anderen Fällen gilt es aktiv dazu beizutragen, wenn Sie Ihre Leberwerte senken möchten.

Die häufigsten Ursachen für erhöhte Leberwerte sind übermäßiger Alkoholkonsum und eine falsche Ernährung. Die einzig wirksame Therapie in diesen Fällen ist eine Veränderung der Lebensweise. Eine medikamentöse Behandlung gibt es nicht. Nur durch eigenes Zutun können erhöhte Leberwerte wieder normalisiert werden.

Es gilt daher, einige Verhaltensregeln zu beachten. Ideal wäre es natürlich, wenn Sie Ihre Gewohnheiten bereits vor Auftreten von Erkrankungen einer gesunden Lebensweise anpassen. Spätestens aber, wenn erhöhte Leberwerte bei Ihnen festgestellt worden sind, sollten Sie aktiv werden und Ihre Leberwerte mit geeigneten Maßnahmen senken.

Tipps – wie kann ich meine Leberwerte senken?

Der Verzicht auf Alkohol hat äußerste Priorität. Wenn Sie Ihre Leberwerte senken möchten, sollten Sie absolut abstinent leben.

Greifen Sie auf Vollkornprodukte zu und verwenden Sie pflanzliche Öle statt tierische Fette, wie Butter oder Schweineschmalz. Greifen Sie zu fettarmen Lebensmitteln. Joghurt, Magerquark und Käse sollten nicht mehr als 30 % Fett i.Tr. enthalten. Neben hart gekochten Eiern können sie dazu beitragen, Ihre Leberwerte zu senken.

Prinzipiell sollten Sie auf eine eiweißreiche Ernährung umstellen. H-Milch, Rühreier mit Speck oder Käse mit hohem Fettgehalt sind allerdings gänzlich zu meiden. Achten Sie darauf, dass Sie so wenig Zucker und Fett wie möglich zu sich nehmen.

Und nicht zu vergessen – treiben Sie regelmäßig Sport! Dreimal in der Woche sollte es idealerweise schon sein, um dauerhafte Erfolge zu erzielen. Da das in unserem hektischen Berufsleben häufig zu kurz kommt, sollten Sie für eine ausreichende Bewegung im Alltag sorgen, indem Sie feste Termine für Ihren Sport festlegen.

Wenn Sie unter Übergewicht leiden, sollten Sie unbedingt damit beginnen, langsam und kontinuierlich abzunehmen. Verlieren Sie zu schnell an Gewicht, wird der ansteigende Wert freiwerdender Fettsäuren im Blut zu einer zusätzlichen Belastung der Leber.

Leberwerte senken – mit den richtigen Lebensmitteln

Idealerweise stellen Sie Ihre Ernährung auf eine leichte Vollkost um. Machen Sie einen Bogen um Weißmehlprodukte. Sie werden schnell feststellen, wie lecker Vollkornprodukte sind!

Wenn Sie Ihre Leberwerte senken möchten, sollten Sie außerdem sehr viel Gemüse auf den Tisch bringen. Um die wichtigen Vitamine und Mineralstoffe nicht zu zerstören, sollten Sie es sanft garen oder dämpfen. Besonders geeignet, um erhöhte Leberwerte zu senken, sind zum Beispiel Karotten oder Brokkoli. Auch Spinat hilft dabei, die Leberwerte wieder auf ein normales Maß zu bringen.

Zwiebeln, Kohl oder Bohnen sind dagegen weniger geeignet.

Essen Sie zwischendurch reichlich Obst. Frische Äpfel, Bananen oder Kiwis schmecken nicht nur lecker, sie stillen auch sehr gut den kleinen Hunger zwischendurch.